Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 11. August 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB”) gelten für alle Verträge zwischen der w63 GmbH, Hermannstraße 23, 40233 Düsseldorf (nachfolgend „Anbieter”) und dem Kunden über die Nutzung der SaaS-Plattform „Moncast” (nachfolgend „Software” oder „Dienst”).

(2) Moncast ist ausschließlich für Unternehmer im Sinne von § 14 BGB bestimmt. Eine Nutzung durch Verbraucher ist ausgeschlossen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihrer Geltung nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die cloudbasierte Software „Moncast” zur Verfügung. Moncast automatisiert die Datensynchronisation zwischen dem CRM-System HubSpot und den Buchhaltungs-/ERP-Systemen sevDesk, Lexware Office und DATEV Unternehmen Online.

(2) Der Funktionsumfang umfasst insbesondere:

• Synchronisation von Kontakten, Unternehmen und Buchhaltungsdokumenten zwischen den verbundenen Systemen (Synchronisationsrichtung je nach Integration);
• Konfigurierbare Synchronisationsregeln und Bedingungen (z. B. Deal-Stage-Filter, Kostenstellen-Metadaten);
• Dashboard zur Überwachung des Synchronisationsstatus, Sync-Protokollen und Verbindungsmanagement;
• Verwaltung und Kündigung von Integrationsabonnements über das Self-Service-Portal.

(3) Jede Integration (z. B. HubSpot × sevDesk, HubSpot × Lexware Office, HubSpot × DATEV) wird als eigenständiges Monatsabonnement angeboten. Der jeweilige Leistungsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf www.moncast.de veröffentlichten Produktbeschreibung.

(4) Der Anbieter erbringt keine steuerliche oder betriebswirtschaftliche Beratung und ist nicht für die inhaltliche Richtigkeit der in den Drittsystemen gepflegten Daten verantwortlich.

§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

(1) Zur Nutzung von Moncast ist eine Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse und einem Passwort erforderlich. Der Kunde ist verpflichtet, vollständige und korrekte Angaben zu machen und diese bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren.

(2) Der Kunde ist allein verantwortlich für die Sicherheit seiner Zugangsdaten. Unbefugten Dritten darf kein Zugang gewährt werden. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(3) Pro Nutzerkonto kann jeweils ein Abonnement je Integrationstyp abgeschlossen werden.

§ 4 Vertragsschluss und Abonnement

(1) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde im Buchungsvorgang eine Integration auswählt, den Checkout-Prozess über den Zahlungsanbieter Stripe vollständig abschließt und der Anbieter die erfolgreiche Zahlung durch Webhook-Bestätigung registriert hat.

(2) Das Abonnement beginnt am Tag des Checkout-Abschlusses. Die erste Abbuchung erfolgt unmittelbar bei Vertragsschluss; jede weitere Abbuchung erfolgt monatlich am gleichen Kalendertag des Folgemonats.

(3) Nach Vertragsschluss erhält der Kunde eine Bestätigungs-E-Mail. Rechnungen werden durch den Zahlungsanbieter Stripe bereitgestellt und dem Kunden elektronisch zugänglich gemacht.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Die jeweils aktuellen Preise für die angebotenen Integrationen sind auf www.moncast.de ausgewiesen und verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Zahlung erfolgt ausschließlich über den Zahlungsanbieter Stripe mittels der dort angebotenen Zahlungsmethoden. Der Kunde autorisiert bei Vertragsschluss die monatliche Abbuchung des jeweiligen Abonnementbetrags.

(3) Bei fehlgeschlagener Zahlung (Abonnementstatus „past_due” oder „unpaid”) wird die betreffende Integration automatisch pausiert. Bei erfolgreicher Nachbelastung wird die Integration automatisch reaktiviert. Die Pausierung begründet keinen Anspruch auf Vergütungsminderung oder Erstattung.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen per E-Mail an die hinterlegte Adresse des Kunden zu ändern. Der Kunde kann der Preisänderung innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Benachrichtigung widersprechen; widerspricht er nicht, gilt die Änderung als akzeptiert. Auf dieses Widerspruchsrecht, die Widerspruchsfrist und die Bedeutung des Schweigens wird in der Ankündigungs-E-Mail ausdrücklich hingewiesen.

(5) Widerspricht der Kunde, ist er berechtigt, das betroffene Abonnement mit Wirkung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisänderung zu kündigen; bis zu diesem Zeitpunkt gelten die bisherigen Preise fort. Kündigt der Kunde nicht, ist der Anbieter berechtigt, das betroffene Abonnement zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisänderung ordentlich zu kündigen.

§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungszeitraums (Kalendermonat) ordentlich gekündigt werden. Der Zugang zur Integration bleibt bis zum Ablauf der bezahlten Abrechnungsperiode bestehen. Eine Erstattung anteiliger Beträge erfolgt nicht.

(2) Die Kündigung erfolgt durch den Kunden über das Self-Service-Portal in den Integrationseinstellungen oder alternativ per E-Mail an support@moncast.de.

(3) Nach Kündigung und Ablauf der bezahlten Periode wird die Integration deaktiviert. Die gespeicherten Verbindungsdaten werden noch 30 Tage aufbewahrt und danach endgültig gelöscht. Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, kann der Kunde innerhalb dieser Frist nach Klausel 10 Buchstabe d des AVV anstelle der Löschung die Rückgabe der Daten verlangen; verlangt er dies nicht, werden die Daten nach Fristablauf gelöscht.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt und den Verstoß trotz schriftlicher Abmahnung nicht innerhalb einer angemessenen Frist beseitigt.

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet:

• sicherzustellen, dass er berechtigt ist, die in Moncast verbundenen Drittsysteme (insbesondere HubSpot, sevDesk, Lexware Office, DATEV) zu verbinden und Daten aus diesen Systemen zu verarbeiten;
• gültige und aktuelle Zugangsdaten (OAuth-Tokens, API-Keys) für die verbundenen Systeme bereitzustellen und bei Ablauf oder Widerruf unverzüglich zu erneuern;
• die Software nicht missbräuchlich zu nutzen, insbesondere keine automatisierten Angriffe, Reverse-Engineering-Versuche oder unverhältnismäßige API-Lasten zu verursachen;
• die einschlägigen datenschutzrechtlichen Vorschriften einzuhalten, insbesondere hinsichtlich der über Moncast übertragenen personenbezogenen Daten.

(2) Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für die Konfiguration der Synchronisationsregeln sowie für die sachliche Richtigkeit der in den Zielsystemen erzeugten Datensätze.

§ 8 Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht ein, Moncast im Rahmen dieser AGB und des gebuchten Abonnements zu nutzen.

(2) Eine Unterlizenzierung, Weitergabe oder kommerzielle Nutzung zugunsten Dritter ist nicht gestattet.

(3) Alle Rechte an der Software, der Marke „Moncast” sowie an den zugrundeliegenden Technologien verbleiben ausschließlich beim Anbieter.

§ 9 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter strebt eine Systemverfügbarkeit von mindestens 99 % im Monatsdurchschnitt an. Hiervon ausgenommen sind planmäßige Wartungsfenster sowie Ausfälle, die auf Ereignissen höherer Gewalt oder Störungen bei Drittanbietern (HubSpot, sevDesk, Lexware, DATEV, Stripe, Maesn) oder sonstigen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegenden Umständen beruhen.

(2) Planmäßige Wartungsarbeiten werden dem Kunden soweit möglich mit angemessener Vorlaufzeit per E-Mail oder im Dashboard angekündigt.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst vorübergehend zu unterbrechen, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Sicherheit oder Integrität des Systems notwendig ist.

§ 10 Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(2) Im Übrigen haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesen Fällen ist die Haftung auf den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Vorbehaltlich der Absätze 1 und 2 haftet der Anbieter nicht für Datenverluste oder fehlerhafte Buchungen, die durch eine fehlerhafte Konfiguration der Synchronisationsregeln durch den Kunden entstehen. Gleiches gilt für Ausfälle oder Datenfehler, die ihren Ursprung in Drittsystemen (HubSpot, sevDesk, Lexware Office, DATEV, Maesn) haben und nicht auf einem Umstand beruhen, den der Anbieter zu vertreten hat.

(4) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), wird ausgeschlossen. Die Haftung nach den Absätzen 1 und 2 bleibt unberührt.

(5) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

§ 11 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und seiner Nutzer gemäß der Datenschutzerklärung, die unter www.moncast.de/datenschutz abrufbar ist.

(2) Soweit Moncast im Rahmen seiner Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (z. B. Kontaktdaten aus HubSpot sowie Rechnungs- und Buchungsdaten aus den vom Kunden angebundenen Buchhaltungssystemen), gilt zwischen den Parteien automatisch der unter www.moncast.de/avv veröffentlichte Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO in seiner jeweils aktuellen Fassung. Mit seiner Zustimmung zu diesen AGB schließt der Kunde den AVV in der zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Fassung mit dem Anbieter ab; einer gesonderten Ausfertigung oder handschriftlichen Unterzeichnung bedarf es nicht, da nach Art. 28 Abs. 9 DSGVO ein elektronisches Format genügt. Der Anbieter kündigt Änderungen des AVV, insbesondere der Liste der eingesetzten Unterauftragsverarbeiter (siehe www.moncast.de/subprozessoren), mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail an. Der Kunde kann innerhalb dieser Frist nach Maßgabe von Klausel 7.7 des AVV Einwände gegen den Einsatz eines neuen oder ausgetauschten Unterauftragsverarbeiters erheben.

(3) Hält der Anbieter nach einem Einwand nach Absatz 2 an dem betreffenden Unterauftragsverarbeiter fest und lässt sich der Einwand nicht innerhalb angemessener Frist einvernehmlich ausräumen, ist der Kunde berechtigt, die betroffenen Abonnements mit Wirkung zu dem Zeitpunkt außerordentlich zu kündigen, zu dem der Unterauftragsverarbeiter eingesetzt werden soll. Abweichend von § 6 Abs. 1 Satz 3 erstattet der Anbieter in diesem Fall bereits gezahlte Entgelte anteilig für den nicht genutzten Zeitraum.

(4) Der Kunde ist als Verantwortlicher im Sinne der DSGVO verpflichtet, die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung in seinen angebundenen Systemen sicherzustellen.

§ 12 Vertraulichkeit

(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei, die im Rahmen des Vertragsverhältnisses bekannt werden, vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben. Dies gilt nicht für Informationen, die öffentlich zugänglich sind, der empfangenden Partei bereits bekannt waren oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden als Referenzkunden namentlich zu erwähnen, sofern der Kunde dem nicht schriftlich widerspricht.

§ 13 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen per E-Mail zu ändern. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Benachrichtigung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert.

(2) Auf das Widerspruchsrecht, die Widerspruchsfrist und die Bedeutung des Schweigens wird in der Ankündigungs-E-Mail ausdrücklich hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs ist der Kunde berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen zu kündigen; bis zu diesem Zeitpunkt gelten die bisherigen AGB fort. Kündigt der Kunde nicht, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zu diesem Zeitpunkt ordentlich zu kündigen.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Düsseldorf, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung des Textformerfordernisses.

(5) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.